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Resolution gegen den Abbau des Postnetzel

Pressemitteilung

An der von der Bewegung attac Schweiz heute Samstag, den 7. April 2001, in Bern einberufenen «Versammlung der Angestellten und BenutzerInnen der Post» waren rund 30 VertreterInnen der Bewegung attac, der Gewerkschaft Kommunikation, des Verbandes des Personals öffentlicher Dienste, des Waadtländer Gewerkschaftsbundes, der Bewegung solidaritéS, der Partei der Arbeit, der Christlich-Demokratischen Partei Jura sowie verschiedener BürgerInnenkomitees zur Rettung der Post anwesend, u.a. Frau Jacqueline Meng vom Comité de St. Jean.
Diese Versammlung hat ohne Gegenstimme mit vier Enthaltungen seitens der Gewerkschaft Kommunikation folgende Resolution verabschiedet:


Resolution gegen den Abbau des Poststellennetzes


Die im Rahmen der von der Bewegung attac Schweiz einberufenen «Versammlung der Angestellten und BenutzerInnen der Post» anwesenden gewerkschaftlichen, politischen und sozialen Kräfte
1. stellen fest, dass die am 18. Januar durch die Direktion der Post angekündigte Restrukturierung des Poststellennetzes («Plan Gygi»), welche bis zum Jahr 2006 die Schliessung von 900 bis 1500 Poststellen vorsieht, sich in den Prozess der Privatisierung und Liberalisierung einfügt, welchen die Post seit einigen Jahren erleidet und dessen augenscheinlichste Auswirkungen die Verschlechterung der Qualität der Dienstsleistungen, die Verstärkung der Ungleichheiten zwischen Regionen, die Anhebung der Tarife sowie die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Angestellten der Post sind;
2. sind sich darin einig, dass die Post ein Service Public bleiben muss, welchen allen, unabhängig ihres Einkommens, ihres Alters oder ihres Wohnortes, den gleichen Zugang zu qualitativ hochstehenden Diestleistungen garantieren muss. Sie verlangen in der Fogle den Stopp dieses Kahlschlages und demnach den bedingungslosen Rückzug des «Plans Gygi»;
3. begrüssen die Aktionen seitens der Gewerkschaften und der BürgerInnen, die in den letzten Monaten in verschiedenen Regionen der Schweiz zum Ausdruck gekommen sind, un sind sich einig darin, dass es notwendig ist, diese verschiedenen Mobilisierungen gegen den «Plan Gygi» in einer gemeinsamen Mobilisierung zu bündeln, um das nötige Kräfteverhältnis herzustellen, welche zum Rückzug des Plans führt;
4. schlagen zu diesem Zweck folgenden Zeitplan vor:
• einen ersten nationalen Tag der Mobilisierung am 18. Mai 2001, an welchem in der ganzen Schweiz Angestellte und BenutzerInnen der Post vor den Poststellen den Rückzug des «Plans Gygi» fordern;

• die «Generalstände der Angestellten und BenutzerInnen der Post» am 16. Juni 2001 in Bern
- um die Modalitäten einer Weiterführung der breiten Kampagne zu definieren, welche durch Aktionen in allen Regionen der Schweiz weiten Teilen der Bevölkerung eine Bewusstseinsbildung erlauben soll; (unter anderen Vorschlägen wird auch jener einer Volksinitiative diskutiert werden);
- um alle Kräfte zu vereinen für eine breite nationale Demonstration am 6. Oktober in Bern, welche unter dem Motto «Sofortiger Rückzug des Plans Gygi» laufen soll;
- um den «Plan Gygi» in den Rahmen der europäischen Massnahmen gegen den Service Public zu setzen; zu diesem Zweck sollen europäische GewerkschafterInnen an die Generalstände eingeladen werden.

Über dieseN Artikel:  

Online am 4. Oktober 2002

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