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Im Trubel der Finanzmärkte haben die Schweizer Pensionskassen ca. 60 Milliarden Franken verloren. Dies entspricht 10% des Kapitals der privaten Kassen – oder richtiger ausgedrückt: der Ersparnisse der Lohnabhängigen! Der Bundesrat hat darauf folgend entschieden, den minimalen Rentenumwandlungssatz von 7.05% (Männer) bzw. 7.1% (Frauen) bis 2015 auf 6.4% zu reduzieren. Im Durchschnitt bedeutet diese Senkung einen Rentenausfall von 10%.
Unia hat am 17. Dezember 2008 entschieden, das Referendum gegen diese Gesetzesrevision zu ergreifen, die sinkenden Kapitalmarktrenditen sollen nicht die RentnerInnen bezahlen.
Attac Schweiz unterstützt das Referendum. Ein Referendum scheint hier und jetzt das einzige Instrument zu sein, die Prekarisierung der Lebensbedingungen der RentnerInnen zu bekämpfen.
Doch unsere Kritik geht über die Senkung des Umwandlungssatzes hinaus. Wir stellen das gesamte Drei-Säulen-System in Frage (vgl. „Drei Säulen in der Krise“ in diesem Heft): Wie können die AHV-Renten existenzsichernd gestaltet werden? Welche Vorteile bringt das Umlageverfahren der ersten, welche Nachteile das Kapitaldeckungsverfahren der zweiten Säule? Und schlussendlich: Welche Alternativen können diesem System entgegnet werden?
Attac Schweiz wird sich in den nächsten Monaten für die Unterschriftensammlung gegen die Rentenkürzung einsetzten und alternative Modelle für ein soziales und solidarisches Rentensystem erarbeiten.
Unterstützen Sie das Referendum und unterschreiben Sie den beiliegenden Bogen.
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