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Bern, den 28. April 2001
Die im Rahmen der von der Bewegung attac Schweiz einberufenen
zweiten «Versammlung der Angestellten und BenutzerInnen
der Post» anwesenden gewerkschaftlichen, politischen und
sozialen Kräfte haben folgende Pressemitteilung verabschiedet:
Pressemitteilung
Die Postdirektion hat am vergangen 26. April ihr Projekt zur
Reform der städtischen Poststellennetze vorgestellt. Dieses
Projekt, welches auf der «wissenschaftlichen» Grundlage
einer Analyse des stadtzürcher Poststellenetzes ausgearbeitet
worden ist, sieht vor, in dieser Stadt die Anzahl der Postbüros
von 46 auf 33 zu reduzieren. Dessen Umsetzung in den nächsten
Monaten wird zum Abbau von rund dreissig Arbeitsplätzen führen
und der Post Einsparungen von rund 6 Millionen Franken jährlich
einbringen.
Bis zum Ende dieses Jahres werden die Städte Genf, Basel,
Bern, Luzern, St.Gallen, Lausanne und Lugano einer ähnlichen
Untersuchung unterzogen. Im Jahre 2002 sind die Städte Winterthur,
Biel, Thun, La Chaux-de-Fonds, Freiburg, Neuenburg, Schaffhausen,
Chur und Bellinzona an der Reihe. Insgesamt sollen in den Städten
70 Poststellen geschlossen werden, womit die Post rund 100 Millionen
Franken einsparen wird.
Dieses Projekt ist ein weiterer Schritt im Prozess der Privatisierung
und Liberalisierung, welchen die Post seit einigen Jahren
erleidet und dessen augenscheinlichste Auswirkungen die Verschlechterung
der Qualität der Dienstsleistungen, die Verstärkung
der Ungleichheiten zwischen Regionen, die Anhebung der Tarife
sowie die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Angestellten
der Post sind.
Die in Bern anwesenden Kräfte fordern daher mit Nachdruck
den sofortigen Stopp dieses Kahlschlages und rufen die Bürgerinnen
und Bürger auf, an der Mobilisierung vom 18. Mai 2001
teilzunehmen. An diesem Tag werden in der ganzen Schweiz Angestellte
und BenutzerInnen der Post vor den Poststellen den Rückzug
des «Plans Gygi» fordern.
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