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Das Andere Davos findet in den Räumen der Universität Basel statt: Kollegienhaus der Universität Basel, Petersplatz 1. Konferenzen in der
Aula, Workshops in Räumen des 1. Stocks (vom Bahnhof SBB Bus Nr. 30 bis
Haltestelle Spalentor). Praktische Infos zu Anreise und Übernachtung finden sich auf www.otherdavos.net. Kosten: AHV, Prekäre, Studierende: 5.–, Normalpreis: 15.–, Solidaritätsbeitrag: 25.– für die ganze Tagung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Neben den Konferenzen und Workshops finden auch musikalische Einlagen, eine Fotoausstellung, eine Theateraufführung statt. Info- und Büchertische sind ebenfalls vorgesehen.
Programm (Simultanübersetzung der Konferenzen und Workshops)
Freitag, 29. Januar, 16 bis 18 Uhr
Kritische Universität – Uni von unten
Das Andere Davos findet an der Universität statt, oder: an einem öffentlichen Ort, der den Austausch erlaubt, einen Dialog über die Kritik eines Systems und über die Mobilisierungen gegen die sozialen Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse zu führen. In diesem Rahmen geht es darum, das kritische und so genannte akademische Denken mit Erfahrungen von autonomen Bildungsprojekten von Frauen, MigrantInnen und Lohnabhängigen zu verbinden.
Daran werden teilnehmen: Franz Schultheis, Professor, „Welche Verbindung zwischen den kritischen Sozialwissenschaften und den sozialen Kämpfen?“; Ueli Mäder, Professor, „Warum findet das Andere Davos an der Universität Basel statt?“; Claudia Nogueira, Professorin an der Universidade Federal de Santa Catarina (Brasilien), „Erfahrungen autonomer Bildung"; Avji Sirmoglu, Planet 13, Basel, „Die Bildung der Prekären“; Felipe Polania, Verein „Bildung für alle“ an der Autonomen Schule Zürich, „Schule als politische Aktion in der Flüchtlingsbewegung“; Teilnahme weiterer MigrantInnen usw.
Freitag, 29. Januar, 19.30 Uhr, Eröffnungskonferenz in der Aula
Von der Absage an die Barbarei zur Notwendigkeit einer anderen Welt
• Noam Chomsky, Videointerview (wie vor 10 Jahren bei der 1. Ausgabe des Anderen Davos).
• Tariq Ali, Buchautor und Leiter der New Left Review: „Der Imperialismus zu Zeiten Obamas“.
• Silvia Lazarte, Ex-Präsidentin der konstituierenden Versammlung Boliviens: „Die indianische Rebellion in Bolivien“.
• Franco Cavalli, Alt-Nationalrat der SP, Mitglied der Exekutive der internationalen Vereinigung gegen Krebs: „Die kapitalistische Globalisierungen gegen ein öffentliches Gut: das Recht auf Gesundheit für alle“.
• Christa Wichterich, Buchautorin von „Gleich, gleicher, ungleich“ (2009), (Deutschland): „Die Frauenkämpfe im Kontext der kapitalistischen Globalisierung“.
• N.A. Batchu Siddique, Präsident von Dhuumcatu (Vereinigung der bengalischen, indischen und pakistanischen ArbeiterInnen in Italien): „Die Mobilisierung der MigrantInnen und die Einheit der Lohnabhängigen“.
• Dirceu Travesso, nationaler Sekretär von Conlutas (Brasilien): „Die Lohnabhängigen des formellen und informellen Sektors vereinigen“.
Samstag, 30. Januar, 9.30 bis 12.30 Uhr, Workshops
Migrationsregime und Einflüsse auf die Rechte der Lohnabhängigen
• Pietro Basso, Professor an der Universität Ca’Foscari, Venedig, Autor von verschiedenen Büchern über MigrantInnen: „Islamophobie: Eine Waffe gegen MigrantInnen“.
• Dario Lopreno, Mitglied der Gewerkschaft VPOD: „Die neuen Richtlinien gegen die MigrantInnen in der Schweiz“.
• Alain Bihr, Professor an der Universität Besançon: „Die Debatte um die nationale Identität und die Angriffe auf die Rechte der MigrantInnen“.
Für eine neue Gewerkschaftsbewegung (1)
• Christian Mahieux, Sekretär von SUD-Rail, Frankreich: „SUD: Warum solidarisch, einheitlich und demokratisch?“
• Gianni Frizzo, Animator des Streikkomitees der Officine, Bellinzona: „Die wichtigsten Elemente einer neuen Gewerkschaftsbewegung im Kampf der Officine“.
• Matteo Beretta, Delegierter der FIOM von Fincantieri (Porto Marghera – Italien): „Die neue Gewerkschaftsbewegung im Kampf gegen die Politik der Subunternehmen“.
• Tom Adler, IG-Metall, Mercedes: „Angesichts der Automobilkrise, welche neue Gewerkschaftsbewegung?“
Die Kämpfe der lohnabhängigen Frauen
• Lidia Cirillo, Leiterin der Quaderni Viola, Italien: „Die lohnabhängigen Frauen angesichts der aktuellen Kapitalismuskrise“.
• Cristina Hernandez, Gewerkschaft Service Employees International Union, Los Angeles: „Die angestellten Frauen in den Schulen organisieren“.
• „Kita Streik“: Streik in den Kinderkrippen in Deutschland Anfang 2009, eine einmalige Erfahrung (Rednerin wird präzisiert).
• Claudia Nogueira, Professorin an der Universidade Federal de Santa Catarina (Brasilien): „Der doppelten Ausbeutung der Frauen in Brasilien entgegentreten: Einige Beispiele“.
• Marisa Pralong, Unia Mitglied, Angestellte bei Manor (Genf) : „Die Angestellten organisieren angesichts der Repression der Unternehmer“.
Die Privatisierung des öffentlichen Transports
• Christian Zeller, Professor an der Universität Salzburg: „Die Privatisierung der Eisenbahn in Deutschland und ihre Folgen“.
• Urs Zuppinger, Stadtplaner: „Die Transportpolitik in der Schweiz: Die letzten Neuigkeiten“.
• Dante de Angelis, Gewerkschaften der italienischen Eisenbahn, Viareggio: „Die Privatisierung und die Gefahren im Eisenbahntransport“.
• SUD-Rail: „Die Gegenreform im Gütertransport“ (Redner wird präzisiert).
Samstag, 30. Januar, 14 bis 16.30 Uhr, Workshops
Widerstand und Stimmen der MigrantInnen
• N.A. Batchu Siddique, Präsident von Dhuumcatu (Vereinigung der bengalischen, indischen und pakistanischen ArbeiterInnen in Italien): „Wie und wozu wurde Dhuumcatu gegründet?“
• Anzoumane Sissoko (Mali), Sprecher der Sans-Papiers-Koordination in Paris: „Die Sans-Papiers- Bewegung in Frankreich: Die Frage der Einheit und die Beziehungen mit den Gewerkschaften und den politischen Organisationen“.
• Cristina Hernandez, Gewerkschaft Service Employees International Union, Los Angeles: „Die Bewegung der Latin@s und ihre Forderungen in Kalifornien“.
• VertreterIn von Bleiberecht Zürich: „Widerstand von unten gegen die repressive Asylpolitik“.
• CAFri: „Die Selbstorganisation der MigrantInnen und ihre Forderungen: das Beispiel Fribourg“.
Für eine neue Gewerkschaftsbewegung (2)
• Dirceu Travesso, nationaler Sekretär von Conlutas (Brasilien): „Was ist der Sinn des Kampfes von Conlutas“.
• Gilbert Achcar, Professor am SOAS, London: „Der Aufstieg der ArbeiterInnenkämpfe und der Kampf für eine unabhängige Gewerkschaftsbewegung in Ägypten“.
• Christa Wichterich, Buchautorin von „Gleich, gleicher, ungleich“ (2009), (Deutschland): „Die Arbeiterinnenkämpfe in China: Entsteht eine unabhängige Gewerkschaftsbewegung?“
• Lee Sustar, Redaktor von Socialist Worker (USA): „Wie antworten ArbeiterInnen auf die Krise in den USA?“
Die Hungerkrise und das „herrschende Landwirtschaftsmodell“
• Ricardo Antunes, Professor an der UNICAMP (Brasilien), Mitarbeiter des MST und der Redaktion von Brasil do Fato: „Das exportorientierte Landwirtschaftsmodell, Hunger und Ausbeutung in Brasilien“.
(An diesem Workshop werden unter anderen VertreterInnen von Uniterre und der Confédération paysanne aus Frankreich teilnehmen. Bestätigung folgt.)
Die Privatisierung der Post
• Patricio Paris, Mitglied der NPA und des einheitlichen Komitees des 13. Stadtbezirks von Paris: „Die BenutzerInnen und die gewerkschaftlich organisierten Angestellten zusammen im Kampf gegen die Privatisierung der Post in Frankreich“.
• Ein·e VertreterIn von Sud-PTT: „Der direkte Kampf und das Referendum gegen die Privatisierung in Frankreich" (Bestätigung folgt).
• Ein Briefträger aus der Schweiz: „Die ‚Privatisierung’ des Pöstlers“.
• Martin Smith, Socialist Workers Party, Grossbritannien: „Der Kampf der englischen Briefträger von Royal Mail“.
Samstag, 30. Januar, 17 bis 19.30 Uhr, Abschlusskonferenz in der Aula
Die Kämpfe der Zukunft – die Zukunft der Kämpfe
• Gianni Frizzo, Animator des Streikkomitees der Officine, Bellinzona: „Eine neue Gewerkschaftsbewegung in der Schweiz“.
• Lee Sustar, Redaktor von Socialist Worker, USA: „Arbeitslosigkeit und soziale Krise unter Obama: Welche Achsen eines sozialen Kampfes?“
• Ricardo Antunes, Professor an der UNICAMP (Brasilien), Mitarbeiter des MST und der Redaktion von Brasil do Fato: "Die strukturelle Prekarisierung der Arbeit und die sozialen Kämpfe in Brasilien".
• Giorgio Cremaschi, Sekretär der FIOM (Italien): „Welche Wiederbelebung der sozialen Kämpfe in Italien?“
• Cristina Hernandez, Gewerkschaft Service Employees International Union, Los Angeles: „Welche Zukunft für die MigrantInnenkämpfe?“
• Gilbert Achcar, Professor am SOAS, London: „Die Islamophobie bekämpfen – die Hauptform des aktuellen Rassimus im Westen“.
• Ueli Mäder, Soziologe, Professor an der Universität Basel: „Die soziale Krise in der Schweiz: Einige Orientierungspunkte für den Widerstand“.
[Das Andere Davos wird in Kooperation mit dem Zentrum für interdisziplinäre Konfliktanalyse der Universität Basel durchgeführt.]
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