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Universität Basel, 5.-7. Oktober 2007
Die sozialen Sicherungssysteme in Westeuropa sind seit jeher sehr eng an die Erwerbsarbeit gebunden. Diese Systeme sind vor dem Hintergrund einer hohen Arbeitslosigkeit und der Verbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse unter Druck geraten. Die Befürworter eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) setzen sich für eine Entkoppelung von Einkommen und Erwerbsarbeit ein, um grundlegende soziale Rechte für alle Menschen sichern zu können.
Im Oktober 2005 fand in Wien der erste deutschsprachige Grundeinkommens-Kongress mit grossem Erfolg statt. Die Verbindungen, die damals entstanden sind, führten dahin, dass nun der zweite Grundeinkommens-Kongress in der Universität Basel veranstaltet werden kann.
Das Ziel ist es, eine länderübergreifende, öffentlichkeitswirksame und wissenschaftlich fundierte Debatte über Fragen des Grundeinkommens zu fördern. Akteure für das Grundeinkommen sollen sich vernetzen, Interessierte sich in dieser Materie kundig machen und SkeptikerInnen sich zu Wort melden können.
Unter einem Grundeinkommen verstehen wir, dass es :
• existenzsichernd ist, im Sinne der Sicherung einer gesellschaftlichen Teilhabe
• einen individuellen Rechtsanspruch darstellt
• bedingungslos (z.B. ohne Bedürftigkeitsprüfung, ohne Arbeitsnachweis und ohne Arbeitsverpflichtung)
• und an alle Menschen in einer Gesellschaft ausbezahlt wird.
Das bedingungslose existenzsichernde Grundeinkommen ersetzt nicht den Sozialstaat !
Der Kongress wird organisiert durch attac und die Netzwerke Grundeinkommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Alle Informationen und detailliertes Programm unter : www.grundeinkommen2007.org
PROGRAMM
Freitag, den 5. Oktober 2007
17.00-18.00 : Eröffnung des Kongresses durch Prof. Ueli Mäder (Basel) und Statements zur sozialen Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
18.15-20.30 : Das BGE - realistischer Vorschlag oder Utopie ? Podium mit den VeranstalterInnen des Kongresses : Ronald Blaschke (D), Erick Kitzmüller (A), Albert Jörimann (CH), Werner Rätz (D), Klaus Sambor (A), Peter Streckeisen (CH)
Samstag, den 6. Oktober 2007
9.30-11.30 und 13.00-15.00 : Workshops (jeweils vormittags und nachmittags)
I : Systeme der sozialen Sicherung in Europa, Entwicklung in Richtung BGE-Modelle
II : Arbeitsmarkt, Beschäftigungspolitik und Grundeinkommen
III : Finanzierungsmöglichkeiten von Grundeinkommen
IV : Erwerbsarbeit als Zentrum vs. Formen nicht erwerbsarbeitszentrierter Vergesellschaftung
V : Sozialpolitik als Infrastrukturpolitik (nur vormittags)
VI : Nutzung des BGE-Begriffs in verschiedenen Diskursen (nur nachmittags)
15.30-16.30 : Grosses Vernetzungstreffen
17.00-19.00 (im Volkshaus) : Das BGE : Politische Perspektiven. Podium mit VertreterInnen von Erwerbsloseninitiativen : Anne Allex (D), Ingrid Wagner (D), Avji Sirmoglu (CH), u. a.
20.00-22.00 (im Volkshaus) : Das BGE : Diskussion in Parteien und Gewerkschaften. Podium mit Urs Müller-Walz (vpod, Basel), Balthasar Glättli (Grüne, Zürich), Katja Kipping (Die Linke, D), Mag Wompel (Labournet, D) und Maria Vassilakou (Grüner Klub, Wien).
Sonntag, den 7. Oktober 2007
10.00-12.00 : Das BGE - ein Menschenrecht ! Podium mit Prof. Peter Ulrich (St. Gallen), Prof. Ueli Mäder (Basel), Prof. Denise Buser (Basel), Prof. Franz Segbers (D), Alex Demirovic (D), u. a.
12.00-13.00 : Die politische Umsetzung des BGE. Initiativen in den drei Ländern.
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