|
Die letzten 9 Ausgaben der Tour de Lorraine haben das jeweils in der Folgewoche in Davos stattfindende WEF – World Economic Forum, resp. die dort vertretenen Firmen und Politiker thematisiert, herrschende Verhältnisse angeprangert und Missstände aufgezeigt. So wurden in vergangenen Jahren beispielsweise die Praktiken der Pharma-Industrie beleuchtet und auch der Nahrungsmittelmulti Nestlé wurde kritisch hinterfragt.
Zur 10. Ausgabe legen wir den Fokus auf real existierende politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Alternativen. Wir möchten eine klare Antwort geben: Nein, eine einzige Antwort, eine Alternative zum Kapitalismus gibt es nicht. Es gibt deren viele! Vom Zeittauschprojekt über alternatives Radio bis hin zu in Kommunen organisiertes, gemeinsames Leben und Arbeiten, autonome Schulen und durch die OpenSource Software inspirierte Peer Ökonomie.
Wir möchten den BesucherInnen genügend Zeit geben um sich all die verschiedenen Projekte anzusehen, sich zu informieren und bei Interesse mit einigen vertieft auseinander zu setzten.
Die Tour de Lorraine beginnt also schon am Donnerstag, 21. Januar. An einer Abendveranstaltung wird das Vertragslandwirtschaftsprojekt vorgestellt, welches im Moment in Bern gedeiht. KonsumentInnen sind eingeladen das Projekt kennen zu lernen, um sich vielleicht für eine aktive Teilnahme zu entscheiden.
Am Tour de Lorraine Tag selbst, am Samstag, 23. Januar wird den ganzen Tag über ein "Alternativen-Märit" statt finden. Hier kann Mensch sich zu den oben erwähnten und verschiedenen weiteren Projekten informieren, Workshops besuchen und die in der Schweiz und anderswo gelebten Alternativen kennen lernen und sich inspirieren lassen.
Natürlich finden am Abend wie jedes Jahr Filmvorführungen, Konzerte und Partys in mehr als 10 verschiedenen Lokalen im und um das Berner Lorrainequartier statt.
Die Liste der vertretenen Projekte und das genaue Programm wird ab ca. Mitte Dezember unter www.tourdelorraine.ch veröffentlicht. Mit dem Gewinn werden auch im Jahr 2010 fortschrittliche politische und kulturelle Projekte unterstützt werden.
Eine andere Welt ist nötig, möglich und... es existiert viel mehr als nur Ideen. Kommt und seht selbst!
|