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attac basel hat in den letzten Monaten drei Veranstaltungen zur Krise organisiert. Es ging darum, Zusammenhänge gemeinsam zu diskutieren und zu verstehen.
Heute scheint es fast so, als würde die Kritik, die attac und andere Kreise schon seit Jahren formulieren, in der Öffentlichkeit breit aufgenommen. Überall kann man über den entfesselten Finanzkapitalismus und seine Krisenanfälligkeit lesen. Weniger hört man über die Folgen dieser schwersten Krise seit Jahrzehnten für die Menschen hier und jetzt, über zunehmende Arbeitslosigkeit, über (berechtigte) Existenzängste auch jener, die (noch) Arbeit haben. Ganz vergessen wird meist der konkrete, mörderische Hunger, den diese im Norden verursachte Krise in den Länder des Südens bewirkt und verschärft.
Trotz kritischer Ansichten in der Öffentlichkeit scheint es sehr schwierig, Einfluss zu nehmen und alternativen Konzepten mehr Gehör zu verschaffen. Mobilisierungen unter dem Motto "Wir bezahlen nicht für eure Krise" entfalteten bisher noch zu wenig Durchschlagkraft, um die Position der Mächtigen nachhaltig zu erschüttern. Es bleibt noch viel zu tun, um einer anderen, möglichen und nötigen Welt näher zu kommen.
Bei attac spüren wir dennoch ein vergrössertes Interesse an Diskussionen, die über die Anprangerung der "Profitgier der Manager" hinausgehen. Wieder mehr Menschen sind interessiert an Analysen, die die Probleme im kapitalistischen System selber verorten. Davon zeugte unter anderem die Teilnahme von jeweils 50 bis 150 Personen an unseren drei Veranstaltungen :
Mit Elmar Altvater, Politikwissenschafter und Aktivist, haben wir bereits im Oktober 2008 die dreiteilige Veranstaltungsreihe mit Übertitel "Krise des Kapitalismus ohne Ende ?" begonnen. Altvater präsentierte grundlegende Thesen zu den möglichen politischen Alternativen zur Krise. An einer zweiten Veranstaltung im Februar 2009 sprachen die Soziologen Klaus Dörre aus Jena und Ueli Mäder aus Basel zum Thema "Nach dem Schock - Finanzmarktkrise und Prekarisierung". Hier ging es vor allem um die Auswirkungen der Krise in der Arbeitswelt und die Lebensperspektiven der Lohnabhängigen. Mit Konjunkturprogrammen aus der Krise ? So hiess der Diskussionsabend Anfang Mai 2009, an dem die Ökonomin Mascha Madörin mit viel Detailwissen Ursachen der Krise und auch die meist nicht berücksichtigte Grösse der unbezahlten Arbeit erläuterte, insbesondere mit Blick auf die Auswirkungen der sogenannten Konjunkturpakete der Regierungen. Die Diskussion zu den angerissenen Themen geht weiter.
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